Joshua Marstons Maria voll der Gnade zeichnet sorgfältig einen der Wege nach, auf denen harte Drogen in die USA gelangen: Der Körper des Drogenkuriers ist das Gefäß der Ware. 5000 Dollar soll Maria dafür erhalten, daß sie in ihrem Magen Heroinkugeln nach New York schmuggelt: eine Menge Geld für sie, die Verheißung einer besseren Zukunft, auch für das Kind, das sie von ihrem ungeliebten Freund erwartet. Also setzt sie ihr Leben aufs Spiel. (...) Marston gleicht in seinem Regiedebüt das Kolportagehafte der Ausgangssituation mit unspektakulärem Inszenierungsstil und einer Fülle von getreu wiedergegebenen Details aus. Der Effekt ist eine Authentizität, die im Spiel von Haupdarstellerin Catalina Sandino Moreno ihren Widerhall findet: Sie versieht die Figur mit einer Stärke und Sturheit, die als Würde augenscheinlich wird. Von dem Weg, auf den ein einmal gefaßter Entschluß sie geführt hat, läßt sie sich nicht abbringen. Es ist die Kraft eines einfachen Menschen aus bescheidenen Verhältnissen, von denen Maria voll der Gnade erzählt. (Alexandra Seitz)

Originaltitel: Maria, llena eres de gracia
Deutscher Titel: Maria voll der Gnade
Format: 35 mm
Projektionsformat: 1:1,85
Länge: 101 Min.
Fassung: Spanisch/Amerikanische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Farbe: Farbe
Starttermin: 2004-10-28
Regie: Joshua Marston
Drehbuch: Joshua Marston
Darsteller: Catalina Sandino Moreno, Yenny Paola Vega, Guilied López, Jhon Álex Toro, Patricia Rae, Virginia Ariza, Charles Alberto Patino
Auszeichnungen: Silberner Bär bei der Berlinale 2004 und Oscar-Nominierung für Catalina Sandino Moreno als beste Darstellerin
Kamera: Jim Denault
Schnitt: Anne McCabe, Lee Percy
Musik: Jacobo Lieberman, Leonardo Hei
Produktion: Journeyman Pictures
Verleih: Stadtkino Wien
Prädikat: k.A.
Altersfreigabe: Nicht eingereicht

Texte zum Film

Daniela Sannwald
Maria Full of Grace

Joshua Marston
Shotgunning

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