Die Lichter der Großstadt zeigen ein Kafka-ähnliches Heldenleben. Ein Clochard wird zum Retter und Gönner eines blinden Mädchens: Der Unvermögende besorgt das Vermögen, das sie braucht, um wieder sehen zu können. Und als sie ihn sieht, gleicht er so gar nicht dem "Traum" vom strahlenden Retter. (...) Es gibt Szenen, die in einem winzigen Augenblick große Einblicke in gesellschaftliche Verhältnisse leisten: Chaplin, der mit dem Rolls Royce des Millionärs auf der Straße anhält, um gewohnheitsmäßig eine weggeworfene Zigarrenkippe aufzuheben: die "Befremdung", die das hervorruft, definiert genau das, was Brecht mit seiner epischen Verfremdungstheorie erreichen wollte: Auf diesen Fall angewandt, zeigt der Chaplin-Einfall, daß es in der gleichen Wirklichkeit niemand auch nur wahrnimmt, daß es überhaupt Leute gibt, die Kippen aufheben müssen. (Hellmuth Karasek)

Originaltitel: City Lights
Deutscher Titel: Lichter der Großstadt
Format: 35mm
Projektionsformat: 1:1,33
Länge: 87 Min.
Farbe: Schwarzweiß
Starttermin: 2004-12-18
Regie: Charles Chaplin
Drehbuch: Charles Chaplin
Darsteller: Charlie Chaplin, Virginia Cherrill, Florence Lee, Harry Myers, Allan Garcia, Hank Mann, Eddie Baker
Kamera: Rollie Totheroh
Schnitt: Charles Chaplin
Musik: Charles Chaplin
Produktion: Charles Chaplin Productions
Verleih: Stadtkino Wien
Prädikat: k.A.
Altersfreigabe: Jugendverbot

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