La vie moderne
Frankreich 2008
«Was willst du später mal werden», fragt Depardon aus dem Off einen kleinen Jungen, den Sohn auf einem der wenigen Höfe, die noch einen Nachfolger finden konnten. «Bauer», antwortet er, wie sein Vater, und die Mutter sagt leise: «Das wird es dann nicht mehr geben.» Die Genügsamkeit, mit der Depardons Protagonisten sich ihr einfaches Leben bewahren wollen, ist die andere Seite einer Welt, in der die meisten immer mehr wollen, mehr Geld, Fortschritt, Technik, Luxus. Auch das ist Kinomagie, wenn ein Film von dem handelt, was man nicht sieht. (Susan Vahabzadeh, Viennale 2008)
Schüchternen, stillen Menschen muss man eine Gelegenheit geben, sich zu äußern. Wir sollten nicht immer nur gesprächigen Menschen zuhören, oder Großmäulern oder denen, die sich gut ausdrücken können. Wir sollten auch Menschen filmen, die auf den ersten Blick weniger anziehend sind, Menschen, die schon älter oder sogar sehr alt sind, wirkliche Persönlichkeiten - oder auch junge Menschen voller Energie, die entschlossen sind, ihre landwirtschaftlichen Betriebe ohne jede Ideologie zu führen. (Raymond Depardon)
Originaltitel: La vie moderne
Deutscher Titel: Neue Zeiten - La vie moderne
Format: 35mm
Projektionsformat: 1:2,35
Länge: 88 Min.
Fassung: Französische Originalfassung mit deutschen Untertiteln
Farbe: Farbe
Starttermin: 2009-06-12
Regie: Raymond Depardon
Auszeichnungen: Prix Louis-Delluc 2008 (Bester französischer Film)
Kamera: Raymond Depardon
Schnitt: Simon Jacquet
Musik: Gabriel Fauré
Ton: Claudine Nougaret
Produktion: Palmeraie et Désert, France 2 Cinéma
Verleih: Stadtkino Wien
Prädikat: k. A.
Altersfreigabe: k. A.
Jean-Michel Frodon
Interview mit Raymond Depardon und Claudine Nougaret
Thierry Méranger
Leben auf dem Lande: Eine Frontalansicht

