DER RÄUBER erzählt die Geschichte eines vielseitig begabten Mannes: Johann Rettenberger, erfolgreicher Marathonläufer und Serienbankräuber. Nüchtern und präzise misst er Herzfrequenz, Belastung, Ausdauer und Effektivität – bei Trainingsläufen ebenso wie bei den Banküberfällen, von denen er, aberwitzig maskiert und mit einer Pumpgun bewaffnet vor der Polizei flüchtet. Er lebt unentdeckt mit seiner Freundin Erika in Wien, zieht immer wieder aus, leidenschaftlich und gierig nach dem Trip, der Bewegung und der Schönheit des Raubzugs, bis zu drei Mal an einem Tag. Als er entdeckt wird, tragen ihn seine Beine vor einem gewaltigen Polizeiaufmarsch davon. Einer wie er kann kein Ziel haben: Weiter, immer weiter führt ihn seine Flucht.
Pumpgun Ronny Der Raeuber Andreas Lust Ende der 80er Jahre endete die Flucht eines Mannes, dem die Medien den Namen „Pumpgun-Ronnie“ gegeben hatten. Auf diesem spektakulären Fall der österreichischen Kriminalgeschichte beruht das Buch „Der Räuber“ von Martin Prinz, das Benjamin Heisenberg, nach seinem preisgekrönten Erstling SCHLÄFER, nun verfilmt hat: Er portraitiert den Räuber als Hochleistungssportler seines Fachs, als Endorphin-Junkie, als Liebenden und Freiheitssucher, als eine Art Naturphänomen, getrieben von einer inneren Energie. Ein Thriller mit philosophischen Zwischentönen über einen rätselhaften Außenseiter, dessen Weg wir gebannt verfolgen.

Originaltitel: Der Räuber
Deutscher Titel: Der Räuber
Format: 35 mm
Länge: 100 Min.
Fassung: deutsche Originalfassung
Farbe: Farbe
Starttermin: 2010-03-05
Regie: Benjamin Heisenberg
Drehbuch: Benjamin Heisenberg, Martin Prinz
Darsteller: Andreas Lust, Johann Bednar, Max Edelbacher, Walter Huber, Markus Schleinzer, Peter Vilnai, Franziska Weisz, Florian Wotruba
Auszeichnungen: 2010: Diagonale-Schauspielpreis in Kooperation mit der Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden (VDFS) für Franziska Weisz und Andreas Lust
Bayrischer Filmpreis 2009 für Benjamin Heisenberg.
Der Film war im Wettbewerb der Berlinale 2010
Kamera: Reinhold Vorschneider
Schnitt: Andrea Wagner
Musik: Lorenz Dangel
Ton: Bernhard Maisch, Andreas Schneider
Produktion: Geyrhalter Films, Markus Glaser, Michael Kitzberger, Wolfgang Widerhofer, Peter Heilrath
Verleih: Thimfilm
Prädikat: Sehenswert
Altersfreigabe: Wien+Bund ab 12 Jahren, Stmk ab 14 Jahren