Mutters Maske
BRD 1987/88
Seinen Hang zum Ausverkauf gängiger Fließbandformate beweist Schlingensief mit MUTTERS MASKE (1988), einer freien Adaption des Films Opfergang (1944) von Veit Harlan. Unter Verwendung von Motiven aus Baudelaires Blumen des Bösen zeichnet er das Drama einer im Ruhradel angesiedelten Familie nach.
Das verhasste Erzählkino führt Schlingensief mit MUTTERS MASKE ad absurdum, indem er dessen Regelhaftigkeit selbst anwendet und überbeansprucht. Ein wichtiges Moment, auch für Schlingensiefs spätere Theaterarbeit: Er macht Bekanntschaft mit dem für ihn prägenden Stilmittel der Affirmation. Durch eine freiwillige Lächerlichkeit reduziert er seine Tragikomödie auf das Niveau einer Daily Soap.
Originaltitel: Mutters Maske
Deutscher Titel: Mutters Maske
Format: 16mm
Projektionsformat: 1:1.33
Länge: 85 Min.
Fassung: deutsche Originalfassung
Farbe: Farbe
Starttermin: 2010-09-20
Regie: Christoph Schlingensief, Beatrice Hasler, Mathias Colli
Drehbuch: Mathias Colli, Christoph Schlingensief, Marie Lou Sellem
Darsteller: Brigitte Kausch, Karl Friedrich Mews, Helge Schneider, Susanne Bredehöft, Anna Fechter, Volker Bertzky, Dieter Lersch, Andreas Kunze, Conny Jurkait, Regina Stiplosak, Annastasia Kudelka, Baronin Irmgard Freifrau von Berswordt-Wallrabe, Conny Fechter,
Auszeichnungen: "Helge Schneider, so ekelhaft wie nie zuvor! Sehenswert!" Tip
"Exaltiert, durchgeknallt und in entschiedener, aber entscheidender Schieflage." ZEIT
"Helges Musik ist göttlich. Der Film teuflich. Das passt und bringt eine Menge Spass." SPEX
"Dallas und Lindenstrasse, Baudelaire und Visconti, Harlan und Fassbinder, alles gut durchgeschüttelt = Mutters Maske!" FR
Kamera: Christoph Schlingensief, Ralf Malwitz
Schnitt: Thekla von Mülheim (= Christoph Schlingensief), Ariane Traub
Musik: Helge Schneider & Menu total, Hatte Grabe, Wally Böcker, Charly Weiss. Gesang (Titelsong): Eva Kurow
Ton: Eckhard Kuchenbecker, Andreas Wölki
Produktion: DEM Filmproduktion Mühlheim / Hymen II
Verleih: Filmgalerie 451

