Hana, dul, sed ... erzählt von vier jungen Frauen aus Pjöngjang in Nordkorea, die eine Leidenschaft teilen: das Fußballspiel. Für das nationale Frauenteam ausgewählt, ermöglichte ihnen der Sport lange ein angenehmes Einkommen und versprach ihnen eine hoffnungsvolle Zukunft. Dank ihnen gewann das Team Nordkoreas bei zahlreichen Wettkämpfen und kam so unter die zehn besten Teams der Welt. Doch die Auslandsreisen führten regelmäßig zu ideologischen Auseinandersetzungen, die Frauen mussten sich Anwürfe und Schimpftiraden über ihr Regime gefallen lassen. Als das Team die Ausscheidung für die Olympischen Spiele in Athen verpatzte, nahm das Abenteuer ein Ende: Die vier wurden entlassen, jede hat sich ein Leben außerhalb des Sports aufgebaut. Jetzt sehen sich die besten Freundinnen, Mi-ae und Hyang-ok, nicht mehr oft. Aber wenn sie doch einmal gemeinsam ausgehen, ist die alte Vertrautheit sofort wieder da: Dann schlendern sie durch die dunklen Prunkboulevards der Stadt, plaudern über Erinnerungen und den Alltag ohne den geliebten Sport.

BRIGITTE WEICH
Jusstudium an der Universität Wien. Schlägt in der Folge eine Laufbahn als Kultur­managerin ein, wobei sie sich auf gemeinnützige Projekte, insbesondere im Bereich des kreativen Arthouse-Filmschaffens, spezialisiert. Interdisziplinärer Lehrgang in Gender-Studies am Rosa Mayreder College, den sie 2002 abschließt. Hana, dul, sed ... ist ihr erster Film als Regisseurin und Produzentin.

KARIN MACHER
Seit 2002 Lehrtätigkeit an der Filmakademie Wien. Interuniversitäre Projekte zwischen Film und Architektur in Wien. 2004 entsteht der Dokumentarfilm Gute Arbeit. Ihr Film Motherland (gemeinsam mit Susanne Wastl) ist in Vorbereitung.

Synopsis und Porträts: Viennale Katalog 2009

Originaltitel: Hana, dul, sed
Deutscher Titel: Hana, dul, sed
Format: 35 mm
Länge: 98 Min.
Fassung: OmU
Farbe: Farbe
Starttermin: 2011-06-10
Regie: Brigitte Weich, Karin Macher
Drehbuch: Brigitte Weich, Karin Macher
Darsteller: Ri Jong Hi, Ra Mi Ae, Jin Pyol Hi, Ri Hyang Ok u.a.
Auszeichnungen: Großer Preis der Diagonale Dokumentarfilm 2010
Kamera: Judith Benedikt
Schnitt: Michaela Müllner
Ton: Cordula Thym, Julia Wibmer, Johanna Moder
Produktion: Ri Filme
Verleih: StadtkinoFilmverleih