nonstop Preview: Allegro Pastell


Wir freuen uns auf eine exklusive nonstop Preview des Films ALLEGRO PASTELL mit anschließendem Regiegespräch mit Anna Roller! Österreichweit startet der Film am 3. Juli.

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Mit ALLEGRO PASTELL verfilmt Regisseurin Anna Roller, die zuvor mit DEAD GIRLS DANCING ein erfolgreiches Regiedebüt ablegte, den gleichnamigen Bestseller von Leif Randt über Liebesnöte von Millennials. Die Romanautorin Tanja und der Webdesigner Jerome, beide in ihren Dreißigern, haben in ihrer Fernbeziehung ein Gleichgewicht aus Nähe und Distanz gefunden. Als Tanja eine gemeinsame Zukunft zu erahnen beginnt, fragt sie sich, ob sie das wirklich will.

Anna Roller hat eine Mammutaufgabe übernommen, das Buch zu verfilmen. Hat Autor Randt doch in seinem Buch die eigene Gedankenwelt seiner Figuren zum zentralen Element gemacht. Eine Generation, die fast schon übersteigert reflektiert, sich in Kontrolle ihres Lebens wähnt und eben genau an den unvorhergesehenen Dingen, an der Unkontrollierbarkeit ihrer Emotionen verzweifelt. Das auf einen Spielfilm zu übertragen, ist schwierig.

Roller gelingt es. Mit Off-Monologen, die die Gedanken der Protagonisten schildern. Dazu eine ruhige Kameraführung, die das Lebensgefühl jener Zeit im pulsierenden Berlin der 2020er Jahre zwischen gülden leuchtenden Sommerabenden, Techno-Partys und Feiern in kleinen, hässlichen Neubau-Wohnungen glaubhaft einfängt. Und nicht zuletzt ist da der wohldosierte Einsatz von Max Riegers Filmmusik. Er lässt den vielen emotionalen Reflektionen der Hauptfiguren genug Raum zur Entfaltung. Überhaupt wird viel gefühlt und gelitten in ALLEGRO PASTELL, und nie wirkt es aufgesetzt. (br.de)

The Watermelon Woman


Cheryl, jung, Schwarz und lesbisch, arbeitet in einer Videothek in Philadelphia und verdient sich mit Hochzeitsvideos Geld dazu. Beim Sichten alter Filme aus den 30ern und 40ern stößt sie in einem Südstaatenmelodram auf eine Nebendarstellerin, die im Vorspann nur als „The Watermelon Woman“ benannt wird. Fasziniert beginnt Cheryl zu recherchieren, stößt jedoch schnell auf eine erschreckende Leerstelle: Über schwarze Schauspielerinnen dieser Zeit ist kaum etwas dokumentiert. Motiviert macht sie sich daran, diese Lücke der Filmgeschichtsschreibung zu schließen, doch unzugängliche Archive, verschlossene Zeitzeug*innen und die Affäre mit einer attraktiven Kollegin machen ihr das Leben schwer.

Eine schwarze, lesbische Frau macht einen Film über eine schwarze, lesbische Frau, die einen Film über eine schwarze, lesbische Frau drehen will; klingt verkopft, entpuppt sich aber als leichtfüßige, humorvolle und selbstreflexive Mockumentary über die Unsichtbarkeit schwarzer, queerer Filmgeschichte und das Bedürfnis, sich darin wiederzufinden.

„Balancing breezy romantic comedy with a serious inquiry into the history of Black and queer women in Hollywood, The Watermelon Woman slyly rewrites long-standing constructions of race and sexuality on-screen, introducing an important voice in American cinema.“THE CRITERION COLLECTION

“…layered with intelligent ideas about the complexities of power and love…” – Time Out New York

All Buildings Are Beautiful


Der Abriss der Alten Wirtschaftsuni am Althangrund in Wien könnte der größte Abriss-Neubau des Jahrzehnts in Wien werden. Ein in die Jahre gekommener Universitätskomplex soll einem neuen, nachhaltigen Bildungscampus weichen. Dieser sorglose Umgang mit Bausubstanz und der im Gebäude steckenden grauen Energie steht paradigmatisch für ein Zeitalter, in dem wir trotz einer sich beschleunigenden Klimakrise an Konzepten aus der Vergangenheit festhalten. Um „All Buildings Are Beautiful“ zu drehen hat Christoph Schwarz das letzte Jahr seiner Zugänglichkeit im Gebäude als Zwischennutzer verbracht. Langsame Kamerafahrten machen die Räume erfahrbar, die Offstimme von Suse Lichtenberger erzählt von Menschen, die sich für den Erhalt des Gebäudes einsetzen. Wie schon in „Die beste Stadt ist keine Stadt“ (Österr. Kurzfilmpreis 2021) verbindet Christoph Schwarz persönliche Erfahrungen und dokumentarische Spurensuche mit klimabewegter Wachstumskritik zu einem gleichmaßen humorvollen und eindringlichen Filmessay.

VIENNA SHORTS 2026


Unter dem Motto Eyes Wide Open widmet sich VIENNA SHORTS von 26. bis 31. Mai der Aufmerksamkeitsökonomie im Zeitalter von Informationsüberfluss, künstlicher Intelligenz und rechtspopulistischer Polarisierung. Mehr als 300 internationale Kurzfilme werden in den schönsten Kinos Wiens zu sehen sein, darunter Wettbewerbe, Porträts, Late Nights und Kinderprogramme.

Alle Infos und Tickets auf www.viennashorts.com.

CRU + SHE CHEF


Screening im Rahmen des Arbeitsfilmfestival 2026. Gezeigt werden Teile der österreichischen Dokumentation SHE CHEF (AT 2026, Regie: Gereon Wetzel / Melanie Liebheit) und der Kurzfilm CRU (CH 2019, Regie: David Oesch)

Die österreichische Dokumentation „She Chef“ (2023) begleitet die frischgebackene Kochweltmeisterin Agnes Karrasch auf ihre Lehr- und Wanderjahren durch die Welt der kulinarischen Spitzenklasse. Gezeigt wird ein Ausschnitt: ihre Station im Sternerestaurant Vendôme in Bergisch Gladbach, die ersten 33 Minuten des Films. Im fiktionalen Kurzfilm „Cru“ (CH 2019) verfolgt eine junge Köchin mit eiserner Disziplin ihre Karriere und kämpft mit Blut, Schweiß und Tränen um ihren Erfolg.  

Allegro Pastell


Mit ALLEGRO PASTELL verfilmt Regisseurin Anna Roller, die zuvor mit DEAD GIRLS DANCING ein erfolgreiches Regiedebüt ablegte, den gleichnamigen Bestseller von Leif Randt über Liebesnöte von Millennials. Die Romanautorin Tanja und der Webdesigner Jerome, beide in ihren Dreißigern, haben in ihrer Fernbeziehung ein Gleichgewicht aus Nähe und Distanz gefunden. Als Tanja eine gemeinsame Zukunft zu erahnen beginnt, fragt sie sich, ob sie das wirklich will.

Anna Roller hat eine Mammutaufgabe übernommen, das Buch zu verfilmen. Hat Autor Randt doch in seinem Buch die eigene Gedankenwelt seiner Figuren zum zentralen Element gemacht. Eine Generation, die fast schon übersteigert reflektiert, sich in Kontrolle ihres Lebens wähnt und eben genau an den unvorhergesehenen Dingen, an der Unkontrollierbarkeit ihrer Emotionen verzweifelt. Das auf einen Spielfilm zu übertragen, ist schwierig.

Roller gelingt es. Mit Off-Monologen, die die Gedanken der Protagonisten schildern. Dazu eine ruhige Kameraführung, die das Lebensgefühl jener Zeit im pulsierenden Berlin der 2020er Jahre zwischen gülden leuchtenden Sommerabenden, Techno-Partys und Feiern in kleinen, hässlichen Neubau-Wohnungen glaubhaft einfängt. Und nicht zuletzt ist da der wohldosierte Einsatz von Max Riegers Filmmusik. Er lässt den vielen emotionalen Reflektionen der Hauptfiguren genug Raum zur Entfaltung. Überhaupt wird viel gefühlt und gelitten in ALLEGRO PASTELL, und nie wirkt es aufgesetzt. (br.de)

Sich langsam nähern


Sich langsam nähern von Maria Arlamovsky richtet den Blick auf Orte, an denen Kommunikation rund um das Lebensende stattfindet. Professionelle Begleiter*innen bewegen sich dabei zwischen fachlicher Distanz und menschlicher Nähe. So entsteht eine leise Annäherung an das Sterben als Teil des Lebens und an die Frage, was Fürsorge wirklich bedeutet.

In diesen Begegnungen wird spürbar, dass Sterben nicht nur ein Ende ist, sondern ein gemeinsamer, existenzieller Prozess – für die, die gehen, und die, die bleiben. Am Anfang des Films steht ein Aphorismus in Anlehnung an Rainer Maria Rilke: „Liebe und Tod sind die großen Gaben, die uns gegeben sind; meistens werden sie ungeöffnet weitergereicht.“ Kann also das Ende auch als Gabe gesehen werden?

Junge Mütter


Mehr Schau- als Arbeitsplatz, eine Bühne für das intergenerationale Drama: ein Heim für minderjährige Mütter und ihre neugeborenen Kinder in einer belgischen Stadt. Ein Team an Sozialarbeiterinnen, das versucht, die Lücke zu füllen, die die Eltern der fünf Protagonistinnen hinterlassen haben, die sich gemeinsam gegen das Katastrophische stemmen, dem die Frauen, nun junge Mütter, ausgesetzt waren oder sind. Stilistisch baut der Film auf den dokumentarisch grundierten Sozialrealismus, für den die Filmemacher stehen. Statt ein Schicksal ins Zentrum zu stellen, zeigen sie ein Spektrum, wie es sich an diesem sozialen Ort auffächert

Wir sehen ein großartiges Ensemble: Perla (Lucie Laruelle) wollte auch eine Familie, so wie ihre große Schwester, jetzt kämpft sie darum, dass ihr Freund sein Kind und sie nicht verlässt. Jessica (Babette Verbeek) möchte ihre Mutter kennenlernen, ihrem Kind die Großmutter erringen. Ariane (Janaïna Halloy Fokan) möchte keinesfalls zu ihrer alkoholkranken Mutter und deren gewalttätigem Freund zurück: Sie möchte ihr Kind in Sicherheit bringen. Julie (Elsa Houben) möchte mit Freund und Kind Inzest und Drogenabhängigkeit hinter sich lassen. Naïma (Samia Hilmi) hofft, dass die Wiederannäherung an ihre Mutter gelingt und sie mit ihrem Kind einen Weg zurück in die Familie findet, ohne abermals verstoßen zu werden. Ein Kind zu bekommen, war als Teil der Lösung gedacht, das Bedürfnis zu stillen, selbst als Kind geliebt zu werden: ein kraftvoller Akt, immerhin.

Wie in ihren anderen Filmen zeigen Jean-Pierre und Luc Dardenne eine Gesellschaft, die versagt und Hilfe nur anbietet, wenn es eigentlich schon zu spät ist, wenn ein „Fall“ entstanden ist: Junge Mütter waren seit jeher Objekt der Fürsorge. Die Eltern, selbst marginalisiert, werden zu Täter:innen, verleugnen, misshandeln, missbrauchen ihre Kinder. Und sie verlassen sie, allen voran die Väter (nach denen nicht einmal gesucht wird).

Die Arbeit im Heim setzt am Ende der Kette an, beschützt auf Zeit die neue Mutter-Kind-Dyade, aber sie bleibt gegen die Macht der Verhältnisse hilflos. Von allem bräuchte es mehr, und für alle bräuchte es Angebote. Wir sehen Sozialarbeiter:innen, die alles aufbieten, was ihnen zur Verfügung steht – wir sehen so vieles nicht; es gibt Medikamente, die beim Entzug helfen, aber keine Psychotherapie. Das Heim steht nur befristet zur Verfügung – die Hilfe ist nicht an den Bedürfnissen der jungen Frauen ausgerichtet, geschweige denn an jenen ihres familiären Umfelds.

Ob Sozialarbeit einen Unterschied macht? Wir wissen nicht, was kommt, und die Belastungen auf den Schultern der jungen Frauen erscheinen auch dann noch überwältigend, wenn glückliche Fügungen einen Lichtblick verschaffen. Zugleich wird Gutes, Gelingendes nicht vergessen: In der Schlussszene wird eine pensionierte Volksschullehrerin gebeten, ihrer ehemaligen Schülerin als Trauzeugin beizustehen. (Günter Hefler)

Goldene Palme für das beste Drehbuch – Cannes 2025

“’Young Mothers’ Is a Gentle Gift from the Dardenne Brothers” (Justin Chang, New Yorker, January 2, 2026)

“The realities of poverty, neglect, racism, and violence are harsh constants in the Dardennes’ working-class universe, but the filmmakers believe no less intently in the persistence of goodness – a force that is all the more powerful, they insist, for the stubborn unpredictability with which it can take root.” (Justin Chang, New Yorker, January 2, 2026)

„Ganz nah dran, ohne Urteil, aber mit großer emotionaler Wucht.“ – NDR

Begrüßung durch Iris Dullnig-Scheurecker, AK Wien – Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik

Die göttliche Ordnung


Frauen in der Politik, meine Damen, das ist schlichtweg gegen die göttliche Ordnung.“

Schweiz, 1971. In der Abgelegenheit eines dörflichen Idylls lebt Nora, Hausfrau und Mutter. Ihr Alltag geprägt von festen Rollenbildern und scheinbar unverrückbaren gesellschaftlichen Erwartungen. Unpolitisch und angepasst folgt ihr Leben klaren Strukturen, bis die bevorstehende Volksabstimmung über das Frauenwahlrecht diese Ordnung ins Wanken bringt. Während Stimmen laut werden, die den politischen Anspruch von Frauen als widernatürlich zurückweisen, beginnt Nora, das Selbstverständliche zu hinterfragen. Zögerlich, dann mit wachsender Entschlossenheit engagiert sie sich für Gleichberechtigung und stößt dabei auf Widerstände, die bis in ihr engstes Umfeld reichen.

Petra Volpe verdichtet in „Die göttliche Ordnung“ den privaten Raum zu einem politischen Resonanzraum, zu einem Ort, an dem sich zwar gesellschaftliche Machtverhältnisse, tief verankerte patriarchale Strukturen und soziale Dynamiken reproduzieren und fortgeschreiben, zugleich allerdings auch infrage gestellt werden. Soweit, bis aus einem leisen Zweifel ein Bewusstsein erwächst, das in politische Selbstermächtigung und Widerstand übergeht. (Tessa Pittrof)

„In der charmanten und warmherzigen Komödie Die göttliche Ordnung über den Kampf um Gleichberechtigung und die Einführung des Schweizer Frauenstimmrechts treffen chauvinistische Vorurteile und echte Frauensolidarität aufeinander.“ (Filmcasino)

Einführung durch Veronika Helfert, Historikerin (Central European University)

Freier Eintritt!

AMS/Arbeit muss sein


In der Komödie rund um ein fiktionales AMS, das „Arbeitsplatz-Matching-System, schließt sich eine Gruppe von Langzeitarbeitslosen zusammen, um gemeinsam gegen Strukturen zu kämpfen, die sie hindern, das Leben zu führen, das sie wollen. Dabei braucht es Zusammenhalt, Erfindungsgeist und Verbündete innerhalb des Systems.

Marie Wotruba (Margarethe Tiesel) bekommt mit ihren 58 Jahren in der modernen Arbeitswelt keinen Job mehr, Mahdiya Sayegh (Mariam Hage) will als Frau mit Migrationshintergrund Polizistin werden – und das kann sich die AMS-Beraterin Kathi Kratochvil (Marie-Luise Stockinger) schlicht nicht vorstellen. Gemeinsam mit anderen Betroffenen nehmen Marie und Mahdiya ihr Schicksal selbst in die Hand und finden im Callcenter-Mitarbeiter Markus Berger (Lukas Watzl) einen Mitstreiter. Während im AMS ein internes Match um eine Beförderung läuft, organisieren sich die Arbeitslosen – beides nicht immer mit lauteren Mitteln.

Was wie ein klassisches Sozialdrama beginnt, entwickelt sich überraschend schnell zu einer schwungvollen Komödie: Mit viel Humor und musikalischem Elan erzählt der Film von Selbstermächtigung, Zusammenhalt und dem Mut, füreinander einzustehen.

„Anstelle eines tristen Sozialdramas ein schwungvolles Offbeat-Musical.“ (Lukas Foerster)

„Alles in allem ist Sebastian Brauneis eine wunderbare sozialkritische Komödie gelungen, die in keinster Weise das AMS als Institution antagonisiert, sondern vor allem zu Menschlichkeit und Solidarität aufruft…“ (UNCUT)

„Im neuen Film von Sebastian Brauneis leisten Arbeitssuchende hochkomisch und gleichzeitig radikal ernst Widerstand gegen die Hürden des Wiedereinstiegs ins Berufsleben.“ – DerStandard

Filmgespräch mit Regisseur Sebastian Brauneis

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