Ein Nobody gegen Putin


MR. NOBODY AGAINST PUTIN begleitet den russischen Lehrer und Videografen Pavel Talankin in einer kleinen Stadt im Ural, dessen Schulalltag sich nach Beginn des Ukrainekriegs radikal verändert. Was früher ein Ort für Unterricht und Austausch war, wird zunehmend von patriotischen Ritualen, militärischer Symbolik und staatlicher Propaganda bestimmt. Talankin soll diese Veranstaltungen dokumentieren – und beginnt stattdessen, heimlich festzuhalten, wie Ideologie und Angst in den Alltag von Lehrer:innen und Schüler:innen eindringen.

Der Film folgt seinem wachsenden moralischen Konflikt und zeigt, wie aus einem unauffälligen Beobachter ein widerwilliger Zeuge wird. Ohne große Gesten erzählt die Dokumentation von Zivilcourage im Kleinen: vom Versuch, Wahrheit festzuhalten, wenn Schweigen sicherer wäre. Dabei entsteht ein eindringliches Bild davon, wie politische Macht in persönliche Beziehungen hineinwirkt – und wie gefährlich es werden kann, einfach nur hinzusehen und nicht mehr wegzuschauen.

Ausgezeichnet mit dem Oscar für den „Besten Dokumentarfilm“!

Corsage


Mit CORSAGE gelingt der Wiener Regisseurin und Drehbuchautorin Marie Kreutzer (GENTLE MONSTER) die Neuerfindung der „Sisi”. Angelehnt an der historisch gut dokumentierten Biografie der berühmten Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn entblättert die Filmemacherin Schicht um Schicht den fragilen Seelenzustand der Monarchin und schenkt ihr das Narrativ einer furchtlosen, radikalen Frau. Kreutzer gelingt mit tiefer Empathie für die ikonische Kaiserin die Darstellung ihres Wandlungsprozesses zu einem freien Menschen, der sich von jedem Status, jeder Körperlichkeit und jedem Erwartungsdruck löst. Unerschrocken und gleichzeitig mit großer Leichtigkeit traumwandelt die Schauspielerin Vicky Krieps als Elisabeth durch eine misogyne, feindselige Welt, in der sie sich unter den Augen der Öffentlichkeit und ihrer Familie ihren neuen Platz im Leben sucht. Zum ersten Mal in der deutschen Filmgeschichte wird Kaiserin Elisabeth somit ein authentischer Mensch und eine Frau, die auf einmal so unglaublich nahbar und nachvollziehbar wird.

La Perra


Auf einer abgelegenen, vom Wind gepeitschten Insel vor der chilenischen Küste verdient Silvia ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Seetang und führt ein ruhiges Leben an der Seite ihres Partners. Als sie den streunenden Welpen Yuri bei sich aufnimmt, sind ihre Tage erfüllt von Freude, Liebe und einer Zärtlichkeit, die eine lange unterdrückte Sehnsucht nach Mutterschaft weckt. Doch Yuris plötzliches Verschwinden lässt ein quälendes Kindheitstrauma wieder aufleben und zwingt Silvia, sich einer Vergangenheit zu stellen, die sie nie wirklich hinter sich gelassen hat.

Journey There


An einem Frühlingstag zieht Chun-hee in ein altes Apartmenthaus nahe eines Krankenhauses. Dort begegnet sie Min-jun, einem in Deutschland aufgewachsenen Dirigenten, der nach Korea gekommen ist, um seine leibliche Mutter zu finden. Während er auf Neuigkeiten wartet, gibt er Chun-hee Klavierunterricht und ermutigt den Waisenjungen Seong-chan, von einer Zukunft als
Pianist zu träumen. Chun-hee hatte beschlossen, gemeinsam mit ihrem Mann durch Sterbehilfe aus dem Leben zu scheiden. Doch bevor dieser Plan Wirklichkeit werden kann, stirbt ihr Mann unerwartet.

Homeward Bound


Jeong-ha arbeitet als Lehrerin an einer Oberschule in der südkoreanischen Stadt Chuncheon. Eines Tages taucht ihr Sohn Jin-woo, der in Kanada studiert, unangekündigt mit seiner Freundin Jenny auf. Kurz darauf reisen auch Jennys Eltern überraschend aus Kanada nach Chuncheon. Durch unerwartete Umstände verbringen die beiden Familien schließlich Zeit unter einem Dach –
und nach und nach kommen lange verborgene Geheimnisse ans Licht.

Endometriose Film Festival


Eine Initiative von Ranya Schauenstein in Kooperation mit den landesweiten Endometriose Vereinen und lokalen Selbsthilfegruppen.

Fünf Jahre nach der Premiere von nicht die regel kehrt der Dokumentarfilm ins Stadtkino zurück: Und mehr! Anlässlich des Jubiläums richtet Regisseurin Ranya Schauenstein das erste österreichische Endometriose Film Festival aus. Das Programm umfasst den Dokumentarfilm sowie den künstlerischen Kurzfilm „Hysterical Sisters“ (Chiara Schreder, 2021), der auch zum Jubiläum wird. „Endometriose hat in den letzten fünf Jahren viel Bewusstsein bekommen, aber viele Aspekte im Zusammenhang mit der Erkrankung bleiben unsichtbar. An diesem Abend wollen wir ein paar dieser Perspektiven betrachten“, sagt Ranya Schauenstein.

Neben den beiden Disease-Awareness-Filmen wird die chronische Erkrankung Endometriose nicht nur im medizinischen, sondern auch im arbeits- und sozialrechtlichen Winkel betrachtet. Darüber diskutieren Expert:innen nach dem Film im Panel. Ebenso sprechen die zwei Filmemacherinnen über die Hintergründe ihrer Filme und das Medium Film zur medizinischen Wissensvermittlung.

Erstes Panel:

-Ranya Schauenstein, Regisseurin nicht die regel
-Chiara Schreder, Regisseurin Hysterical Sisters
-Christina Laas-Smulik, Darstellerin Hysterical Sisters
-Daniela Hanusch, Obfrau Verein EVA – Endometriose Vereinigung Austria

Zweites Panel:

-Mag.a. Kristina Hametner, Leiterin des Frauengesundheitsbüros Wien
-Dr. med. Nina Böck, Leiterin des Genderreferats Ärztekammer Österreich
-Gawhar Musleh, Gesundheitsberaterin FEM Med + FEM Süd, Favoriten
-Tba. Verein MedInUnity
-Tba. Arbeiterkammer Wien

Durch das Programm führt Mari Lang.

Di, 29. September 2026, 17:00
Ticketpreis: 15€ (Nur Kauf)
Mit nonstop: Online-Reservierung möglich. Aufpreis: € 4,50 (zahlbar bei Abholung an der Kinokassa)

>>> TICKETS

Über nicht die regel:

Der Film begleitet drei Frauen, die mit der Diagnose Endometriose leben und gibt persönliche Einblicke, wie Betroffene das Leben mit der Krankheit bewältigen. Damit hat der Film Endometriose 2021 erstmals aus ihrem Schattendasein geholt. Der Film in einem neunköpfigen Team von Betroffenen für Betroffene produziert. Mit überwältigendem Feedback der Patient:innen und umfangreicher internationaler Medienresonanz hat nicht die regel Betroffenen Mut gemacht, mit Mythen aufgeräumt und für gesellschaftliches Bewusstsein ge­sorgt. Neben Deutschland und der Schweiz gab es auch Vorführungen in Südtirol.
Trailer

Über Hysterical Sisters:

Hysterical Sisters ist ein künstlerischer Awareness-Kurzfilm der österreichischen Regisseurin Chiara Schreder über Adenomyose und Endometriose. Durch eine Symbiose aus Tanz, Musik und Spoken Word verleiht der Film den körperlichen und emotionalen Belastungen von Millionen Betroffenen eine Stimme. Die personifizierten „hysterischen Schwestern“ stehen sinnbildlich für chronische Schmerzen, Isolation und gesellschaftliche Vorurteile. Auf einer abstrakt symbolischen Ebene macht der Film die Auswirkungen der Erkrankungen durch die poetische Bildsprache greifbar.
Trailer

Wax & Gold


In WAX & GOLD wählt Ruth Beckermann ein von Kaiser Haile Selassie erbautes Hotel in Addis Abeba als Ausgangspunkt für filmische Erkundungen eines Ortes, der ihr zugleich vertraut und fremd ist. In assoziativen Bewegungen verbindet der Film Archivmaterial über ein wenig bekanntes Kapitel des Faschismus mit Gesprächen über Äthiopiens Vergangenheit und Gegenwart. So entfaltet sich eine persönliche Reflexion über den europäischen Blick und die widersprüchlichen Ebenen historischer Wahrheit

“Ich denke, am Ende spricht man immer über sich selbst, webt einen neuen Faden in das Geflecht der eigenen Erfahrungen, der europäischen Geschichte.” Ruth Beckermann

Hysterical Sisters


Hysterical Sisters ist ein künstlerischer Awareness-Kurzfilm der österreichischen Regisseurin Chiara Schreder über Adenomyose und Endometriose. Durch eine Symbiose aus Tanz, Musik und Spoken Word verleiht der Film den körperlichen und emotionalen Belastungen von Millionen Betroffenen eine Stimme. Die personifizierten „hysterischen Schwestern“ stehen sinnbildlich für chronische Schmerzen, Isolation und gesellschaftliche Vorurteile. Auf einer abstrakt symbolischen Ebene macht der Film die Auswirkungen der Erkrankungen durch die poetische Bildsprache greifbar.

Cage Wolves


Der Dokumentarfilm CAGE WOLVES zeigt roh, ungeschönt und hautnah die Realität marginalisierter junger Männer in Wien. Bei Cage Wolves, einem Mixed Martial Arts-Gym in Wien Floridsdorf, finden Sie Halt, Sinn und Gemeinschaft. Der Film dokumentiert ihren Kampf um Anerkennung in einer Welt, in der niemand hinschaut oder auf sie wartet.  CAGE WOLVES ist eine unvoreingenommene, explorative Begegnung und ein Beitrag zu einer konstruktiven Debatte über Migration, Gewalt, Männlichkeit und soziale Gerechtigkeit.

La Gradiva


Eine Gruppe französischer Gymnasiast*innen reist im Rahmen einer Klassenfahrt nach Neapel, um die Ruinen von Pompeji und die vom Vesuv versteinerten Körper zu besichtigen. Dort beginnt ein innerer Abstieg: Einer nach dem anderen wird von Begierde und Wut erfasst, bis sie sich diesen Gefühlen vollständig hingeben.

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