Auf einer abgelegenen, vom Wind gepeitschten Insel vor der chilenischen Küste verdient Silvia ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Seetang und führt ein ruhiges Leben an der Seite ihres Partners. Als sie den streunenden Welpen Yuri bei sich aufnimmt, sind ihre Tage erfüllt von Freude, Liebe und einer Zärtlichkeit, die eine lange unterdrückte Sehnsucht nach Mutterschaft weckt. Doch Yuris plötzliches Verschwinden lässt ein quälendes Kindheitstrauma wieder aufleben und zwingt Silvia, sich einer Vergangenheit zu stellen, die sie nie wirklich hinter sich gelassen hat.
Everytime
Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander.
★★★★★ „An exceptionally well-calibrated study of an untimely death and its aftermath“ – SCREEN DAILY
★★★★★ „A brilliantly directed, highly enigmatic and dizzying helter-skelter of a movie.“– CINEUROPA
Die Welt des Bluesmusikers Al Cook bricht langsam zusammen, doch inmitten der Trümmer taucht plötzlich ein längst vergessener Traum wieder auf.
Der Musiker Al Cook lebt alleine in seiner Altbauwohnung und einem kleinen Kellerstudio, umgeben von Erinnerungen: Bücher, Videokassetten und Schallplatten zeugen von einem einst erfüllten Leben. Hier scheint die Zeit still zu stehen, während sich draußen die Welt weiter dreht. Der Blues, die Musik, die ihm alles bedeutet, gerät langsam in Vergessenheit. Seine Heimatstadt fühlt sich nicht mehr wie ein Zuhause an und der Verlust seiner geliebten Frau Silvia lastet schwer auf ihm. Als eine skrupellose Immobilienfirma sein Haus abreißen will, stellt sich die Frage: Wie lebt man weiter, wenn der Raum für die Erinnerungen verloren geht? Gezwungen, alles Vertraute hinter sich zu lassen, wagt er einen radikalen Neuanfang.
La Gradiva
Eine Gruppe französischer Gymnasiast*innen reist im Rahmen einer Klassenfahrt nach Neapel, um die Ruinen von Pompeji und die vom Vesuv versteinerten Körper zu besichtigen. Dort beginnt ein innerer Abstieg: Einer nach dem anderen wird von Begierde und Wut erfasst, bis sie sich diesen Gefühlen vollständig hingeben.
Die noch unbekannten Tage
Ein Roadmovie rückwärts durch Europa: Regisseurin Jola Wieczorek begibt sich mit DIE NOCH UNBEKANNTEN TAGE auf eine filmische Reise, um Antworten zu finden – zum Beispiel warum die Flucht der Familie aus Polen in den 1980er Jahren ausgerechnet ins Salzkammergut geführt hat. Berührende Gespräche, persönliche Briefe, Home-Movie Filme und private Fotos aus der Kindheit dokumentieren den steinigen Weg in die neue Heimat. Mit Mutter, Vater, Bruder und einer Kamera im Gepäck reist Wieczorek in die Vergangenheit, um die eigene Familiengeschichte zu rekonstruieren: von Polen, wo die Familie einst im 13. Stock einer Hochhaussiedlung lebte, über das Flüchtlingslager Traiskirchen, wo sie 1989 auf das neue Leben wartete, bis nach Bad Goisern im idyllischen Alpenpanorama. Das Hinterfragen des Erinnerungsprozesses zeigt, wie vielschichtig jede Geschichte von Migration ist: durchdrungen von Freude und Schmerz, Hoffnung und Enttäuschung, Fremdsein und Menschlichkeit. Und immer einzigartig und universell zugleich.
Sondervorstellungen 2026
Fr, 25. September 2026, 20:00 Stadtkino WienPremiere in Anwesenheit des Teams, Mod: Katharina Brunner (freie Journalistin) Mo, 28. September 2026 18:15 Programmkino WelsFilm & Regiegespräch Mo, 28. September2026 20.00 Moviemento LinzFilm & Regiegespräch Mi, 30. September 2026 20:30 Urania Ceenema Wien Film & Regiegespräch, Mod: Magdalena Żelasko Do, 01. Oktober 2026 18:30 KIZ RoyalKino GrazFilm & Regiegespräch Mi, 07. Oktober 2026 19:30 Stadtkino Wien Special Screening mit „Die Chefredaktion“, Moderation: Umuş Gül, Gäste: Jola Wieczorek & Olga Kosanović Fr, 09. Oktober 2026 19:15 Admiral Kino Wien Feminist Friday + Net Wuascht Live-Podcast, Moderation: Bianca Jasmina Rauch und Barbara Wolfram, Gast: Jola Wieczorek Mo, 12. Oktober 202618:00 Urania CeenemaFilm & Regiegespräch, Moderation: Magdalena Żelasko
Teresas Körper
Teresas Leben ist von den Schmerzen bestimmt, die sie in ihrem Körper trägt – unsichtbar, doch stets präsent. Auf der Suche nach Linderung legt sie sich auf den Boden, zu Hause oder unter den geliebten Sauerkirschbaum. Doch als Traumata aus der Vergangenheit sie wieder einholen, muss Teresa fliehen und begibt sich mit ihren erwachsenen Töchtern Magda und Ola auf eine Reise mit ungewissem Ausgang. Zwischen dokumentarischer Beobachtung und fiktionalisierter Erzählung verwebt Magdalena Chmielewska in ihrem poetischen Langfilmdebüt TERESAS KÖRPER Leid, Hoffnung und den Wunsch nach Befreiung zu einem eindringlichen Porträt weiblicher Erfahrung, familiärer Beziehungen und widerständiger Selbstbehauptung.
Sondervorstellungen 2026
11. September, 20:00 Stadtkino Wien Premiere in Anwesenheit des Teams
Muss das Pferd auch arbeiten?
In seinem Dokumentarfilm MUSS DAS PFERD AUCH ARBEITEN? begleitet Leonhard Pill seine Schwester Valeria, eine Wanderschäferin, deren Alltag durch und durch von ihrer Arbeit bestimmt wird. In ruhigen, präzisen Bildern entsteht das Porträt einer Frau, die von der Geburt der Lämmer bis zur Schlachtung der Tiere alle Bereiche ihres Berufs selbst verantwortet und damit in krassem Widerspruch zu den Existenzentwürfen ihrer beiden Geschwister und einer schnelllebigen und digitalisierten Welt lebt. Ohne die Schäferei zu romantisieren oder zu entzaubern, lotet der Film die Distanz und Annäherung zwischen unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten aus.
Sondervorstellungen 2026
10. September, 20:00 Stadtkino Wien Premiere in Anwesenheit des Teams
A Sad and Beautiful World
Liebe in unruhigen Zeiten: Nino (Hasan Akil) und Yasmina (Mounia Akl) werden im selben libanesischen Krankenhaus, am selben Tag und nur Sekunden nacheinander geboren, ohne zu ahnen, dass sich ihre Lebenswege für immer miteinander verweben werden. Im ewigen Chaos Beiruts werden sie Kindheitsfreunde, verlieren sich aus den Augen, nur um sich Jahrzehnte später durch einen Zufall wiederzutreffen und Hals über Kopf zu verlieben. Nino betreibt mittlerweile das Restaurant seiner Familie mit ansteckender Lebensfreude, die desillusionierte Karrierefrau Yasmina würde am liebsten nach Europa auswandern. In ihrer Gegensätzlichkeit findet das Paar echte Seelenverwandtschaft. Als Yasmina aber unerwartet schwanger wird, erlebt ihre junge Liebe eine Zerreißprobe. Während Nino sein Vaterglück kaum fassen kann, plant Yasmina, das Land zum Wohl ihrer Tochter endgültig zu verlassen…
Mit A SAD AND BEAUTIFUL WORLD, der bei den Filmfestspielen von Venedig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, gelingt dem Regisseur Cyril Aris eine einzigartige Liebesgeschichte, die meisterhaft zwischen Lachen und Weinen wandert und einen unerschütterlichen Überlebensgeist verkörpert: Humor als Antwort auf eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.
»An appealing, soulful romance with a considerable emotional tug.« – SCREENDAILY
»An evocative and wistful romance (…) told with propulsive visual energy.« – VARIETY
Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit
Die preisgekrönte Basler Architektin Barbara Buser rettet Gebäude vor dem Abriss und baut diese mit wiederverwendetem Material um. Sie verwandelt ehemalige Industrieareale zu urbanen Lebensräumen, die für einen sorgfältigen Umgang mit unserer Umwelt und dem Miteinander stehen. Als Frau, die in einer Männerdomäne erfolgreich ihren eigenen Weg geht, ist Barbara Buser Vorbild für die junge Generation, die für eine nachhaltigere, gerechtere Welt kämpft.
Heike arbeitet als Objektleiterin in der Gebäudereinigung. Täglich eilt sie zwischen Modegeschäften, Kindergarten und Altenheim hin und her, um die Arbeit ihrer Leute zu kontrollieren und notfalls auch noch selbst Hand anzulegen. Dabei vermittelt sie ständig zwischen Kund:innen, Firmenleitung und Reinigungskräften. Nachdem sie versucht hat, eine Arbeitskraft eines wichtigen Subunternehmers abzuwerben, droht dieser, seine Unterstützung einzustellen, es sei denn, er erhält mehr Stunden und mehr Umsatz. Um diesen Forderungen nachzukommen, gerät Heike zunehmend in einen Konflikt zwischen ihrer Verantwortung gegenüber den eigenen Mitarbeiter:innen und den harten Bedingungen der Arbeitswelt im Niedriglohnsektor – und stößt dabei zunehmend an ihre Grenzen.
»Ein ungeschönter und zugleich humanistischer Blick.« — taz
»Das beklemmende Sozialdrama zieht einen mit seiner semi-dokumentarischen Inszenierung, die die Grenzen zwischen Realität und Fiktion in vielen Momenten völlig verschwinden lässt, sowie der grandiosen Newcomerin in der Hauptrolle schnell in seinen Bann.« — Filmstarts.de
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