Für die siebte Ausgabe des LUX Publikumspreises wurden fünf Filme nominiert, die bei freiem Eintritt von Donnerstag, 5. November bis Sonntag, 8. November 2026 gezeigt werden. Bei der Entscheidung über den Gewinnerfilm zählt auch Ihre Stimme!
Donnerstag, 5. November 2026, 17.30 Uhr
UN ANNO DI SCUOLA (A YEAR OF SCHOOL)
R: Laura Samani | Italien, Frankreich 2025 | 102 min | OmdU
Mit: Stella Wendick, Giacomo Covi, Pietro Giustolisi, Samuel Volturno
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Die achtzehnjährige Schwedin Fred kommt 2007 für ihr letztes Schuljahr an ein Technisches Gymnasium in Triest und findet sich als einziges Mädchen in einer Klasse wieder. Die drei Freunde Antero, Pasini und Mitis fühlen sich von ihrer selbstbewussten Art gleich angezogen, doch Freds Wunsch, Teil ihrer Gemeinschaft zu werden, bringt das fragile Gleichgewicht zwischen den Jungs ins Wanken. Eine Mischung aus Eifersucht, Begehren und diffusen Erwart – ungen grundiert dieses fein beobachtete Coming-of-Age-Drama über Freundschaft, Geschlech te rrollen und die schwierige Suche nach Zugehörigkeit. Mit großer Sensibilität erzählt Laura Samani vom Erwachsenwerden in einer Welt, deren Regeln nicht für alle gleichermaßen gelten.
Donnerstag, 5. November 2026, 20 Uhr
TALK zu LUX mit Helmut Brandstätter
CALLE MÁLAGA
R: Maryam Touzani | Marokko, Frankreich, Spanien, Deutschland, Belgien 2025 | 116 min | OmdU
Mit: Carmen Maura, Marta Etura, Ahmed Boulane
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Seit Jahrzehnten lebt die 79-jährige María Ángeles in ihrer Wohnung in der Calle Málaga im spanischen Viertel von Tanger. Zwischen Blumen, Erinnerungsstücken und antiken Schätzen hat sie sich ihre ganz eigene Welt geschaffen, von deren Balkon aus sie das geschäftige Treiben der Stadt beobachtet. Als ihre Tochter Clara beschließt, die Wohnung zu verkaufen und die selbstbestimmte Rentnerin ihr Zuhause zu verlieren droht, weigert sich María Ángeles kurzerhand, kampflos aufzugeben. Mit Witz, Beharrlichkeit und gehörigem Charme setzt sie sich gegen die Pläne ihrer Familie zur Wehr. Ein Film über eine Frau, die sich dem Älterwerden nicht beugt; stattdessen entdeckt sie in einer Zeit des Umbruchs unerwartet neue Nähe, Lebensfreude und sogar die Möglichkeit einer späten Liebe.
Freitag, 6. November 2026, 17.30 Uhr
TALK zu LUX mit Andreas Schieder
FATHERLAND (VATERLAND)
R: Pawel Pawlikowski | Polen, Deutschland, Italien, Frankreich 2026 | 82 min | OmdU
Mit: Sandra Hüller, August Diehl, Hanns Zischler, Devid Striesow, Anna Madeley
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Eigentlich reiste Thomas Mann 1949 an der Seite seiner Frau Katia ins Nachkriegsdeutschland. Pawlikowski bessert dramaturgisch nach, indem er die Rallye-erprobte Tochter Erika ans Steuer des Buick setzt, mit dem das in Trümmern liegende Land erkundet wird. Sie leistet dem Vater Beistand, der keineswegs nur willkommen ist, aber fungiert auch als dessen emotionales Korrektiv. Die gelernten Weltbürger blicken auf ein Land, das zerrissen ist zwischen dem restaurativen Klima im Westen und der Vergangenheitsverdrängung im Osten, wo der kalte Wind des Stalinismus weht. Dem Regisseur genügen 82 Minuten, um den Gefühlsabdruck einer ganzen Epoche auf die Leinwand zu bannen. (Gerhard Midding)
Samstag, 7. November 2026, 20 Uhr
SOUDAIN (ALL OF A SUDDEN)
R: Ryusuke Hamaguchi | Frankreich, Japan, Deutschland, Belgien 2026 | 196 min | OmdU
Mit: Virginie Efira, Tao Okamoto, Mari Morisaki, Marie Bunel
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Die Hinwendung zum Menschen auf Augenhöhe zur Gewohnheit machen: Das will Heimleiterin Marie-Lou mit ihrem Pflegekonzept für Alzheimer-Erkrankte. In der japanischen Regisseurin Mari Morisaki, die ein antipsychiatrisches Theaterstück auf die Bühne gebracht hat, findet sie eine Seelenverwandte. Hamaguchi hat man noch nie so nachdenklich und zugleich zärtlich erlebt. Sein Film umarmt das Leben und die Menschen, ist sehr leicht – und nimmt es trotzdem sehr ernst. Über fast drei Stunden entfaltet sich ein magischer, stiller Sog, wie er nur selten im Kino eintritt. Virginie Efira und Tao Okamoto wurden in Cannes als beste Schauspielerinnen ausgezeichnet. (Dunja Bialas)
Sonntag, 8. November 2026, 20 Uhr
SKYRYBOS KARO METU (HOW TO DIVORCE DURING WAR)
R: Andrius Blaževičius | Litauen, Luxemburg, Irland, Tschechien 2026 | 108 min, OmdU
Mit: Žygimantė Elena Jakštaitė, Marius Repšys, Amelija Adomaitytė, Indrė Patkauskaitė, Gintarė Parulytė
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Was, wenn der Beginn eines Kriegs im Nachbarland mit dem Ende einer Beziehung zusammenfällt? Vilnius 2022: Nur einen Tag bevor Russland mit der Großinvasion der Ukraine beginnt, eröffnet Marija ihrem Ehemann Vytas, dass sie sich scheiden lassen will. Während Nachrichten von Krieg und Flucht das öffentliche Leben bestimmen, müssen die beiden nun ihren eigenen Trennungsprozess bewältigen. Vytas zieht vorübergehend zu seinen russlandfreundlichen Eltern; Marija versucht zwischen Beruf, Familie und den Folgen der neuen Realität Halt zu finden. In trocken-lakonischem Ton seziert Andrius Blaževičius die Dynamiken einer Ehe zwischen Selbstsucht und Solidarität und verbindet privates Drama mit den gesellschaftlichen Erschütterungen einer historischen Zeitenwende.
EINTRITT FREI BEI ALLEN VORSTELLUNGEN
Tickets am Tag der Vorstellung ab 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn direkt an der Kinokassa erhältlich.
Abstimmen unter luxaward.eu.